Fundacija Poti miru - Poti miru v Posocju
Ustanova "Fundacija Poti miru v Posočju"
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Das Sočatal war während des Ersten Weltkrieges von 1915 bis 1917 ein Teil der Isonzofront. Am Sočafluss (Fluss Isonzo) kämpften, starben und litten viele Jünglinge und Männer verschiedener Nationalitäten. Aus dieser Zeit blieben viele Überreste erhalten (Schützengräben, Befestigungen, Kirchen und Kapellen, Ehrenmäler, Soldatenfriedhöfe). Diese stellen heute ein kulturelles und historisches Erbe dar, das von nationaler und internationaler Bedeutung ist. Um dieses Erbe zu schützen und zu erhalten wurde im Jahr 2000 die Stiftung „Weg des Friedens im Sočatal„ gegründet. Die Gründer waren Zdravko Likar, Željko Cimprič, Univ.-Prof. Dr. Anton Jeglič und der Akademiker Prof. Dr. Robert Blinc (verstorben). Mitglied der Verwaltung ist neben den Gründern auch Univ.-Prof. Dr. Petra Svoljšak.

Die Regierung der Republik Slowenien empfing im Jahre 2000 ein zehnjähriges Programm, das die Bewertung des historischen und kulturellen Erbes des Ersten Weltkrieges im Sočatal »Sočatal – Weg des Friedens« vorsah.
Ein neues fünfjähriges Programm hat die Regierung der Republik Slowenien im Jahre 2011 unterstützt. Die Mittel zur Ausführung des Programms kommen vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport, dem Ministerium für Arbeit, Familie und Sozialangelegenheiten, dem Verteidigungsministerium, den Gemeinden Bovec, Kobarid und Tolmin, sowie von Sponsoren. Die Stiftung verfügt auch jedes Jahr immer mehr über eigene Mittel.

Wie im Statut festgeschrieben, ist der Zweck der Stiftung gemeinnützig und dauerhaft. Die Grundtätigkeiten der Stiftung sind Studien- und Forschungsarbeiten, die Erneuerung und Darstellung des historischen und kulturellen Erbes des Ersten Weltkrieges, die Veröffentlichung von fachbezogenem und Promotionsmaterial, die historische Bücherei Kobarid, die Entwicklung des Geschichtstourismus und die Zusammenarbeit mit der Friaul-Julischen Region.

Die Stiftung arbeitet mit dem Forschungsprojekt der slowenischen Akademie für Wissenschaft und Kunst, der öffentlichen Agentur der RS SPIRIT, dem Kobarider, Tolminer und dem Museum in Nova Gorica, dem Museum für Zeitgeschichte Ljubljana, dem Denkmalschutzamt Nova Gorica, dem Nationalen Ausschuss der 100-Jahrestagen des Ersten Weltkrieges, Vereinen, Gemeinden, Touristeninformationszentren und anderen Organisationen zusammen. Aufgrund der 100-Jahrestage des Ersten Weltkrieges hat sich auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen aus ganz Europa vergrößert.

Bereits vor der Gründung der Stiftung haben einige Historik- und Touristikvereine im Sočatal und der Umgebung von Nova Gorica Teile der Frontlinie erneuert und neu gestaltet. Die Stiftung hat unter der fachmännischen Leitung der Behörde für Kulturerbe und der Zusammenarbeit mit den Vereinen 1313, Peski, Mengore, dem Fremdenverkehrsamt Drežnica und Kobarid und den Gemeinden aus dem oberen Sočatal zuerst sechs Freilichtmuseen wieder hergestellt: Ravelnik, Čelo, Zaprikraj, Kolovrat, Mengore, Mrzli vrh.

Im Jahre 2007 wurden die Freilichtmuseen, die wichtigeren Denkmäler und Ehrenmäler der Isonzofront, die Natursehenswürdigkeiten, das Kobarider und Tolminer Museum, die privaten Museumssammlungen, sowie die Touristeninformationszentren in den Weg des Friedens im oberen Sočatal zusammengeschlossen. Auf mehr als hundert Kilometer können Besucher die natürlichen Sehenswürdigkeiten des oberen Sočatals bewundern. Der Weg ist dem Gedenken an das Leid und die Opfer des Ersten Weltkrieges gewidmet. Die Stiftung hat auf dem Weg des Friedens im oberen Sočatal neben den Freilichtmuseen auch 30 Denkmäler erneuert. Die Stiftung erstellte als ewiges Denkmal eine Liste der 22.000 gefallenen italienischen und österreichisch-ungarischen Soldaten, die im oberen Sočatal begraben liegen.

Im Jahr 2010 eröffnete das Besucherzentrum Weg des Friedens mit einer interaktiven Ausstellung, einem Geschäft mit Souvenirs des heimischen und lokalen Handwerks, einem Konferenzraum und Galerieräumen. Es stehen lokale Touristenführer mit zusätzlichem Wissen über den Ersten Weltkrieg zu Verfügung.

Seit 2011 unterhält die Stiftung, nach dem Vorbild des Wegs des Friedens im oberen Sočatal, auch den Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria in Zusammenarbeit mit vielen Partnern auf der slowenischen und italienischen Seite. Der Weg verbindet historisches und Naturerbe, sowie Stiftungen und Menschen entlang der ehemaligen Isonzofront vom Rombon bis nach Triest. Die symbolische Bestimmung dieses Weges ist die Zusammenarbeit und die Aussöhnung zwischen den einst verfeindeten Nationen. Der zweite Grund ist die Anerkennung und Entwicklung des Tourismus auf diesem grenzüberschreitenden Gebiet entlang des Sočaflusses.

Mitglieder der Verwaltung der Stiftung „Weg des Friedens im Sočatal“:

Zdravko Likar – Verwaltungsvorsitzender
Univ.-Prof. Dr. Anton Jeglič
Univ.-Prof. Dr. Petra Svoljšak
Željko Cimprič







 
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