Fundacija Poti miru - Poti miru v Posocju
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Österreich-Ungarn erklärte am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg. Es begann der Erste Weltkrieg. Europa wurde zu einem ausgedehnten Schlachtfeld, dass in mehrere Fronten aufgeteilt war, denn es traten zwei gegnerische Blöcke in den Krieg: auf der einen Seite die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und Türkei) und auf der anderen Seite die Entente (Frankreich, Großbritannien und Russland). Italien blieb im ersten Kriegsjahr, trotz der Partnerschaft im Dreibund mit Österreich-Ungarn und Deutschland, neutral. Mit der Unterschrift unter den Londoner Pakt zwischen Italien und der Entente, trat Italien aus diesem Bund aus und erklärte am 23. Mai 1915 Österreich-Ungarn den Krieg. So wurde die Südwestfront eröffnet, die 600 km lang war. Sie verlief vom Pass des Stilfser Jochs im schweizerisch-italienisch-österreichischen Grenzdreieck über Tirol, den Karnischen Alpen und dem Sočatal bis zum Adriatischen Meer. Der 90 km lange Frontabschnitt, der am Sočafluss (Isonzo) entlang lief, vom Rombon bis zum Adriatischen Meer, war die Isonzofront. In 29 Monaten Krieg, von Mai 1915 bis Oktober 1917 fanden auf diesem Gebiet 12 Offensiven statt. Elf Offensiven wurden von den Italienern, die letzte, zwölfte Offensive aber wurde von den österreichisch-ungarischen und deutschen Soldaten vorgenommen.

Erste Isonzoschlacht (23. Juni – 7. Juli 1915)
Zweite Isonzoschlacht (18. Juli – 3. August 1915)
Dritte Isonzoschlacht (18. Oktober – 4. November 1915)
Vierte Isonzoschlacht (10. November – 2. Dezember 1915)
Fünfte Isonzoschlacht (11. – 16. März 1916)
Sechste Isonzoschlacht (4. –16. August 1916)
Siebte Isonzoschlacht (13. – 17. September 1916)
Achte Isonzoschlacht (9. – 12. Oktober 1916)
Neunte Isonzoschlacht (31. Oktober – 4. November 1916)
Zehnte Isonzoschlacht (12. Mai – 5. Juni 1917)
Elfte Isonzoschlacht (17. August – 12. September 1917)
Zwölfte Isonzoschlacht (24. Oktober – 9. November 1917)

Nach anfänglicher Ungewissheit, setzte sich die Frontlinie im oberen Sočatal fest und ging in einen Stellungskrieg über. Die Kämpfe fanden hauptsächlich im gebirgigen Gelände statt. Die Ortschaften in unmittelbarer Nähe der Front wurden geräumt. Sie wurden von Soldaten besetzt und die Einwohner mussten sich auf die Flucht begeben. Die Frontlinie zwischen der österreichisch-ungarischen und der italienischen Armee verlief vom Gipfel des Rombon in das Bovecbecken, weiter durch das Slateniktal in das Krngebirge, über Mrzli vrh hinunter in das Becken von Tolmin. Mengore, Bučenica und Cvetje bildeten eine Sperre auf der rechten Seite des Sočaufers. Auf diese Art schützte Österreich-Ungarn die wichtige Bahn- und Straßenverbindung mit dem Landesinneren der Monarchie. Dieser 2,5 km breite Landstrich ging in die Geschichte als der Tolminer Brückenkopf ein. Die Frontlinie ging weiter über das Banjščice-Plateau, nach Gorizia über den Karst bis in die Bucht von Triest. Im unteren Teil des Sočalaufs, wo das Gebiet weniger bergig ist, fanden die meisten Isonzokämpfe statt. Die italienische Armee schätzte ein, dass hier die gegnerische Verteidigung eher als im gebirgigen Gelände zu durchbrechen sei.

Die letzten Kampfhandlungen am Sočafluss geschahen in der 12. Isonzoschlacht am oberen Lauf, die am 24. Oktober 1917 begann. In der Literatur ist die Schlacht auch unter dem Namen »Das Wunder von Karfreit« bekannt. Sie begann mit einem kurzen, aber heftigen Kanonenbombardement, worauf ein Angriff der Infanterie auf der ganzen Frontlinie erfolgte. Der Hauptangriff erfolgte aus Bovec in Richtung Žaga und aus Tolmin in Richtung Kobarid. Dem Durchbruch durch die Isonzofront folgte ein Vorstoß in die Friauler Ebene und weiter bis an den Piavefluss. Dort stabilisierte sich die Front am 9. November 1917. Nach einjährigen Kämpfen mit der italienischen Armee und dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie endete der Erste Weltkrieg am 11. November 1918 durch die Kapitulation Deutschlands.

Das Kriegsgeschehen, das im Oktober 1917 am Sočafluss endete, hinterließ viele Spuren. Gedenktafeln, Kavernen, Schützengräben, Befestigungen und Friedhöfe stellen heute das kulturelle und historische Erbe dar. Es erinnert uns und weist uns auf das Leid, das Opfer und das Sterben tausender junger Männer vieler Völker hin. Auch die Zivilbevölkerung am Sočafluss wurde schwer von den Kriegsgräueln betroffen.







 
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