Fundacija Poti miru - Poti miru v Posocju
Ustanova "Fundacija Poti miru v Posočju"
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Das Sočatal war während des Ersten Weltkrieges von 1915 bis 1917 ein Teil der Isonzofront. Am Sočafluss (Isonzofluss) kämpften, starben und litten viele Jünglinge und Männer verschiedener Nationalitäten. Aus dieser Zeit blieben viele Überreste erhalten (Schützengräben, Befestigungen, Kirchen und Kapellen, Ehrenmäler, Soldatenfriedhöfe). Diese stellen heute ein kulturelles und historisches Erbe dar, das von nationaler und internationaler Bedeutung ist. 
Im Jahre 1990 wurde das Kobarider Museum mit der Absicht gegründet, die Geschehnisse an der Isonzofront, vor allem die 12. Isonzoschlacht zu veranschaulichen, welche unter dem Namen „das Wunder von Karfreit“ bekannt ist. Aufgrund seiner Aussagekraft erhielt das Museum im In- und Ausland viel Anerkennung. Die Regierung der Republik Sloweniens hat im September 2000 das Programm „Sočatal – Weg des Friedens“ als nationales und internationales Projekt anerkannt und gab im Dezember die Idee zur Gründung der „Stiftung Weg des Friedens im Sočatal“.

Die Stiftung hat unter der fachmännischen Aufsicht der Behörde für Kulturerbe und der Zusammenarbeit der Vereine 1313, Peski, Mengore, dem Fremdenverkehrsamt Drežnica und Kobarid und den Gemeinden aus dem oberen Sočatal zuerst sechs Freilichtmuseen: Ravelnik, Čelo, Zaprikraj, Kolovrat, Mengore und Mrzli vrh wieder hergestellt. Die Museen sind an den Teilen der Frontlinie eingerichtet worden, wo die Dichte der Hinterlassenschaften größer und der Zugang einfacher zu erreichen sind. Im Jahre 2007 wurden die Freilichtmuseen, die wichtigeren Denk- und Ehrenmäler der Isonzofront, die Natursehenswürdigkeiten, Museen und Museumssammlungen, sowie die Touristeninformationen in den Weg des Friedens im oberen Sočatal zusammengeschlossen. Der Weg ist dem Gedenken an die vielen Opfer des Ersten Weltkrieges gewidmet. 

Das Erbe der Isonzofront wurde in dieser Zeit auch in der Region von Nova Gorica und dem Karst erhalten. In der Region von Nova Gorica haben die Mitglieder des Vereines »Soška fronta«, mit der Unterstützung der Gemeinde Nova Gorica das Freilichtmuseum Sabotin – den Park des Friedens wieder hergestellt. Auf dem Karst haben die Mitglieder der Höhlenforschergruppe Temnica und dem Fremdenverkehrsamt 1. SVIT mit der Unterstützung der Gemeinde Miren Kostanjevica, den Weg des Friedens auf dem Karst und später das Mahnmal auf Cerje eingerichtet. Das Fremdenverkehrsamt Globočak sorgt für das Erbe auf dem Kanalski Kolovrat.

Seit 2011 entsteht, nach dem Vorbild des Weges des Friedens im oberen Sočatal, der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria. Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria verbindet das Erbe, die Stiftungen und die Menschen entlang der ehemaligen Isonzofront vom Rombon bis nach Triest. Die symbolische Bestimmung dieses Weges ist, die Zusammenarbeit und die Aussöhnung zwischen den einst verfeindeten Nationen. Der zweite Grund ist die Anerkennung und Entwicklung des Tourismus auf diesem grenzüberschreitenden Gebiet entlang des Sočaflusses.  Die feierliche Eröffnung des Weges, wird am 21. März 2015 auf dem gemeinsamen Europaplatz/Transalpina, zwischen Nova Gorica und Gorizia stattfinden. 

Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria beginnt in Log pod Mangartom und geht weiter vorbei an der Festung Kluže, den Freilichtmuseen Ravelnik und Čelo, steigt von dort über die Alm Golobar und geht hin bis zum Freilichtmuseum Zaprikraj. Durch Drežnica hindurch, geht der Weg hinunter zum italienischen Beinhaus in Kobarid, wo er sich zweiteilt. Eine Trasse steigt auf den Kamm des Kolovrat und zum Freilichtmuseum empor, und die andere verläuft an den Almen Kuhinja und Pretovč zum Freilichtmuseum Mrzli vrh. Dort führt sie an der Gedenkkirche des Hl. Geistes Javorca hinab, weiter nach Tolmin, zum   deutschen Beinhaus und dem Freilichtmuseum Mengore. Vom Freilichtmuseum Kolovrat geht der Weg weiter durch Kambreško bis zum Sabotin und nach Goriška Brda. Die andere Trasse aber geht vom Kolovrat hinunter nach Plave, wo sie ansteigt auf Prižnica, Vodice, Sveta Gora bis zum Monte San Gabriele (slow. Škabrijel). Beide Trassen kommen in Nova Gorica/Gorizia wieder zusammen und gehen als Weg weiter über den Markov hrib und die Hügel bei Vrtojba und Bilje bis zum Mahnmal auf der Anhöhe Cerje und weiter zum Weg des Friedens auf dem Karst. Dort teilt sich der Weg des Friedens erneut in zwei Trassen, die die ehemalige Grenze überschreiten. Die eine Trasse auf der italienischen Seite verbindet Monte San Michele mit dem Themenpfad auf dem Berg Brestovec, dem italienischen Beinhaus Redipuglia, dem Themenpark oberhalb von Monfalcone und endet in Triest. Die zweite Trasse auf dem Karst verbindet den Steinthron des österr.-ung. Befehlshabers Svetozar Borojević von Bojna, die Krompirjeva jama, Gorjansko und andere österreichisch-ungarische Friedhöfe mit der grenzüberschreitenden Grmada (Monte Ermada) und endet in Triest. 

Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria ergänzt die Zeugnisse der Vergangenheit dieses Raumes, welche die Besucher in den Museen in Kobarid, Tolmin und Nova Gorica, dem Regionalmuseum in Gorizia und vielen weiteren Privatsammlungen sehen können. Die Studienforschungsaktivitäten, die von der slowenischen Akademie für Wissenschaft und Kunst geleitet werden, erreichen über den Weg des Friedens einen größeren Bekanntschaftskreis. 

Die Stiftung hat ihren Sitz in Kobarid. Den Besuchern und den Forschern stehen das Besucherzentrum Weg des Friedens, ein kleines Geschäft mit ausgewählten Souvenirs des heimischen Handwerks, eine interaktive Ausstellung über den Weg des Friedens, eine reichhaltige Bücherei, sowie ein Studien- und Konferenzraum zur Verfügung. Vor allem aber ist das Besucherzentrum Weg des Friedens ein Anlaufpunkt, wo man alle möglichen Informationen, die den Weg angehen, bekommen kann und auch erfahrene lokale Führer anmieten kann. 

Die Mission und die Vision der Stiftung, mit der die Gründer im Jahr 2000 anfingen, verwirklicht sich jeden Tag. Die Hundertjahrfeier dieses tragischen Krieges soll erinnern und ermahnen; für die jetzigen Menschen und die Region am „verdammten Grenzstein“ soll es aber gemeinsame Arbeit und den Weg voraus bedeuten. 

Kennzeichnung und Markierung auf dem Weg des Friedens







 
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